Montag, September 24, 2007

Programmhinweis


Die Menschenfabrik oder die Bürde des Alterns

am 28.09.2007 20:00 Uhr im Theater "Verlängertes Wohnzimmer" Frankfurter Allee 91 (Nähe S+U Bahnhof Frankfurter Allee)
Eintritt: 7 €/5 €
Stellen Sie sich vor, jemand bietet Ihnen ewige Jugend an. Sie würden nicht mehr altern, sondern könnten Ihre derzeitige Entwicklungsstufe für immer wahren. Weder ein äußerlicher noch ein geistiger Verfall würde einsetzen. Wie würden Sie entscheiden?

Samstag, September 22, 2007

Engelskind

Von Gott gewünscht und so gewollt
Ganz ohne güldnes Haar und Flügelein
Will doch manchmal fliegen
Will gar nicht bei Dir sein
Ist immer mit Dir und doch ständig unterwegs
Zu sehen den Weg, der ihm gegeben ist

Waren viele Türen verschlossen vor ihm
Mußte immer ringen um das kleinste Glück

Dem Emgelskind ist kein Paradies geschenkt
Im Traume nährt sich's diesem wohl am ehsten.

Wo bist du Kind?
Kann ich dich sehen, jemals dich erreichen?

Glaubst du nur Löwen bändigen wär schwer?
Nein, Engelskinder zähmen braucht viel mehr
Geduld und Müh.

Frauke Huhn (August 1998)

Die Möve


"Meins, meins..."

Freundschaft

1. Halten Sie sich für einen guten Freund?

2. Was empfinden Sie als Verrat:
a. wenn der andere es tut?
b. wenn Sie es tun?

3. Wie viele Freunde haben Sie zur Zeit?

4. Halten Sie die Dauer einer Freundschaft (Unverbrüchlichkeit) für ein Wertmaß der Freundschaft?

5. Was würden Sie einem Freund nicht verzeihen:
a. Doppelzüngigkeit?
b. daß er Ihnen eine Frau ausspannt?
c. daß er Ihrer sicher ist?
d. Ironie auch Ihnen gegenüber?
e. daß er keine Kritik verträgt?
f. daß er Personen, mit denen Sie sich verfeindet haben, durchaus schätzt und gerne mit ihnen verkehrt?
g. daß Sie keinen Einfluß auf ihn haben?

6. Möchten Sie ohne Freunde auskommen können?
7. Halten Sie sich eine Hund als Freund?

8. Ist es schon vorgekommen, daß Sie überhaupt gar keine Freundschaft hatten, oder setzen Sie dann Ihre diesbezüglichen Ansprüche einfach herab?

9. Kennen Sie Freundschaft mit Frauen:
a. vor Geschlechtsverkehr?
b. nach Geschlechtsverkehr?
c. ohne Geschlechtsverkehr?

10.Was fürchten Sie mehr: das Urteil von Freunden oder das Urteil von Feinden?

11. Warum?

12. Gibt es Feinde, die Sie insgeheim zu Freunden machen möchten, um sie müheloser verehren zu können?

13. Wenn jemand in der Lage ist, Ihnen mit Geld zu helfen: sehen Sie darin eine Gefährdung der bisherigen Freundschaft?

14. Halten Sie die Natur für einen Freund?

15. Wenn Sie auf Umwegen erfahren, daß ein böser Witz über Sie ausgerechnet von einem Freund ausgegangen ist: kündigen Sie daraufhin die Freundschaft? Und wenn ja:

16. Wieviel Aufrichtigkeit von einem Freund ertragen Sie in Gesellschaft oder schriftlich oder unter vier Augen?

17. Gesetz den Fall, Sie haben einen Freund, der Ihnen in intellektueller Hinsicht sehr überlegen ist: tröstet Sie eine Freundschaft darüber hinweg oder zweifeln Sie insgeheim an einer Freundschaft, die Sie sich allein durch Bewunderung, Treue, Hilfsbereitschaft usw. erwerben?

18. Worauf sind Sie aus dem natürlichen Bedürfnis nach Freundschaft öfter hereingefallen:
a. auf Schmeicheleien?
b. auf Landsmannschaft in der Fremde?
c. auf die Einsicht, daß Sie sich eine Feindschaft in diesem Fall gar nicht leisten können, z.B. weil dadurch Ihre berufliche Karriere gefährdet wäre?
d. auf Ihren eigenen Charme?
e. weil es Ihnen schmeichelt, wenn Sie jemand, der gerade Ansehen genießt, öffentlich als Freund bezeichnen können (mit Vornamen)
f. auf ideologisches Einverständnis?

20. Wenn es dahin kommt, daß Freundschaft zu etwas verpflichtet, was eigentlich Ihrem Gewissen widerspricht, und Sie haben es um der Freundschaft willen getan: hat sich die betreffende Freundschaft dadurch erhalten?

21. Gibt es Freundschaften ohne Affinität im Humor?

22. Was halten Sie ferner für unerläßlich, damit Sie eine Beziehung zwischen zwei Personen nicht bloß als Interessen-Gemeinschaft, sondern als Freundschaft empfinden:
a. Wohlgefallen am anderen Gesicht
b. daß man sich unter vier Augen einmal gehenlassen kann, d.h. das Vertrauen, daß nicht alles ausgeplaudert wird
c. politisches Einverständnis grosso modo
d. daß einer den anderen in den Zustand der Hoffnung versetzen kann nur schon dadurch, daß er da ist, daß er anruft, daß er schreibte.
e. Nachsicht...
f. Mut zum offenen Widerspruch, aber mit Fühlern dafür,wieviel Aufrichtigkeit der andere gerade noch verkraften kann, und also Geduld
g. Ausfall von Prestige-Fragen
h. daßman dem anderen ebenfalls Geheimnisse zubilligt, also nicht verletzt ist, wenn etwas auskommt, wovon er nie gesprochen hat
i. Verwandtschaft in der Scham
k. wenn man sich zufällig trifft: Freude, obschon man eigentlich gar keine Zeit hat, als erster Reflex beiderseits.
l. daß man für den anderen hoffen kann...
m. die Gewähr,daß der eine wie der andere, wenn eine üble Nachrede über den anderen im Umlauf ist, zumindest Belege verlangt, bevor er zustimmt
n. Treffpunkte in der Begeisterung
o. Erinnerungen, die man gemeinsam hat und die wertloser wären, wenn man sie nicht gemeinsam hätte
p. Dankbarkeitq.daß der eine den anderen gelegentlich im Unrecht sehen kann, aber deswegen nicht richterlich wird
r. Ausfall jeder Art von Geiz...
s. daßman einander nicht festlegt auf Meinungen, die einmal zur Einigkeit führten, d.h.daß keiner von beiden sich ein neues Bewußtsein versagen muß aus Rücksicht? (Unzutreffendes streichen)

23. Wie groß kann dabei der Altersunterschied sein?

24. Wenn eine langjährige Freundschaft sich verflüchtigt, z.B. weil die neue Gefährtin eines Freundes nicht zu integrieren ist: bedauern Sie dann, daß Freundschaft einmal bestanden hat?

25. Sind Sie sich selber ein Freund?

Max Frisch
"FragebogenFreundschaft" aus Tagebuch 1966-1971

Samstag, September 15, 2007

Golf-Kopf

Und ich wundere mich über meine Kopfschmerzen......

Donnerstag, September 06, 2007

Feind sein der Herden

Sich irren dürfen
verwirren dürfen
unlogisch handeln
sich lernend verwandeln
der Sehnsucht vertrauen
Seltenes schauen
unbequem werden
Feind sein der Herden
Träume auch machen
wach sein und lachen
phantasiereich leben
Freiheit auch geben

(Andre Heller)